Messen Sie sich mit einheimischen Rennradlern auf deren "Trainings - Hausberg"
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BlütenspalierAaus der quirligen Vorstadt Quartu nehmen wir die Nationalstraße SS 125 unter die Laufräder, in nordöstliche Richtung Muravera. Die Speichen surren, anfangs fast ohne Steigung läuft das Asphaltband durch fruchtbares Schwemmland, beidseitig zeigen sich übervolle Orangen und Zitronenhaine, hohe Königspalmen und Eukalyptusbäume sind Zeugen von fast tropischem Sommerklima. Nicht enden wollende giftige Serpentinen beginnen erst bei san Gregorio, eingebettet in Korkeichenwälder und vorbei an freien halbwilden Ziegenherden. Auf dieser Strecke führt der Rennradclub Quartu jedes Jahr im Herbst seine Vereinsmeisterschaft im Bergzeitfahren durch. Am Passo "Arcu e tidu" (Reservat für geschützte Tiere) links abzweigen und weiter aufwärts nördlich Richtung Burcei auf der SP 21 kurbeln. Hier bei Streckenhalbzeit sollte man am Dorfbrunnen seine Radflaschen mit frischem Quellwasser wieder füllen, außerdem laden in der kurzen Verpflegungspause, Europas einzigartige Wandmalereien an den Wohnhäusern "murales" zur Bewunderung ein! Künstlerische Ausstellung von meterlangen Ölbildern in ganztägig geöffnetem Freilichtmuseum, vollkommen ohne Eintritt. Lassen Sie die zauberhafte Umgebung wirken, genießen Sie bei einem feinen Cappuccino die Aussicht wie von einem Adlerhorst auf den umgebend markanten Gebirgskamm oder die schmale Küstenlinie von Cagliari/Quartu. Ihr Herz wird bestimmt erfreut durch den herrlichen Ausblick, normalisiert sofort wieder den Herzrhythmus, zusätzliche Kraft schießt wieder in Ihre Tretmuskeln.Es wird Zeit für den Rückweg, vielleicht können wir die schon tiefstehende Sonne noch einholen? Vor dem geistigen Auge schwingt sich bereits das dunkelgraue Asphaltband in engen Windungen abwärts, bereiten Sie sich auf herrlich lange Slalomabfahrten Richtung Cagliari vor. 
Alghero Küstenstraße Die sardischen Straßen beeindrucken mich immer wieder. Hemmungslos überwinden sie die abschüssigsten Passagen, als ob das nichts sei. In Deutschland würde jede solcher Strecken , als dreimal gefährlich ausgeschildert und wäre im ganzen Land bekannt wegen ihrer unmöglichen Steigung. Hier bedeutet das gar nichts. Teilweise sind sie unter herabhängenden Felsen entlanggeführt und in Bergflanken eingeschnitten. Die Anlage muß größte Mühen gekostet haben. Es ist schon großartig wie die Sarden ihre unzugänglichen abgelegenen Regionen miteinander verbunden haben. Ebenso bewundere ich die Fahrkünste der großen Omnibusse oder LKW auf diesen steilen enggewundenen Strecken. Für uns Radler - kilometerlanger Kurvenrausch ganz ohne Drogen, aber Achtung vor Schwemmsand in den Kehren, vor Gegenverkehr und halbwilden freien Ziegen oder Touristenherden auf der Straße! Hier ist die gefühlvolle Dosierung der Bremskraft an den Hebeln gefragt. Selbst wenn es Sie nur "schmirgelt" und an einigen Körperstellen die fleischfarbene "Tapete" herunterzieht. Diese Art von Absteigen ist meistens auch für die teure Radtechnik unschön. Wir wollen das Sie Sardinien sturz und verletzungsfrei bestens in Erinnerung behalten, - - deßhalb bitte kein unvernünftiges Downhillrennen. Zwar hat die medizinische Versorgung auf der Insel guten europäischen Standard, aber Resturlaub im Krankenhaus ist auch in Sardinien öde und das Beste, was man von Reisen mit nach Hause bringen kann, ist die heile Haut. Die Halbtagestour ist nachmittags für das Auge am Schönsten, wenn das milde Sonnenlicht die grüne Hügellandschaft in warme Farbtöne taucht. Als Selbstbelohnung nach vollbrachter Tagesleistung, geben wir uns am Abend den Gaumenfreuden hin. Hervorragend schmeckt in einer typisch einheimischen Hafentrattoria das feudale Fischessen begleitet von regionalem Weißwein (Vermentino). Mit einem "gelato" in der Hand schlendern wir noch neugierig durch belebte Einkaufspassagen unter Arkaden der via Roma  in Cagliari und beschließen so frühzeitig den Abend, bereit für neue Aufgaben!
 
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