Badestrände Nordsardinien (subjektive Auswahl)

  Spalmatore Strand 1955 cala francese paradiso
Felsküste Nord abbatoggia santa teresa tavolara Platamona
"Pelosa" am capo falcone
FamilienurlaubAuf dem nordwestlichen Sporn der Insel, nördlich des farbenfrohen Fischerdorfes "Stintino" befindet sich ein landschaftlich sehr reizvoll gelegener Punkt. Hier auf schmaler Landzunge in Sichtweite des spanischen Wehrturms vor einer neu gebauten Feriensiedlung verläuft das saubere Badeufer "pelosa". Flach abfallend ins hellgrüne Meer ist der 1km lange, pelosafeinkörnig weiße Sandstrand zum ungefährlichen Spielen für Kleinkinder sehr geeignet; Mit bewachten gebührenpflichtigen Parkplätzen, Strandbar, Restaurant, Bootsverleih, Einkaufsmärkten, ist das sehr bekannte Gebiet voll erschlossen; Modern ausgestattete Surfschulen mit Brettverleih und Tauchschulen werden von routinierten Seebären geleitet. Empfehlenswert ist von hier ein Bootsausflug auf die ehemalige Strafgefangeneninsel Asinara mit den weltberühmt weißen Eseln im Naturschutzpark; Leider gibt es kaum natürlichen Schattenspender und im Hochsommer ist das Ufer grausam von Festlanditalienern überbevölkert! In der Hochsaison gehobenes Preisniveau in allen umgebenden Geschäften und edlen Speiselokalen!
Smaragdküste / "costa smeralda" 
costa smeralda grenzeAn der Sonne hängt, zur Sonne drängt bekanntlich alles, manchmal jedoch stellt sich uns hier die Frage: "Wie ist es möglich, das dieses Eiland auf seiner Nordseite unter dem Gewicht mehrerer hunderttausend Feriengästen/Wohnungen und dazugehörender Pkw nicht einfach abbricht und im Meer versinkt ?" Um das teuere nördliche Touristenmekka "Costa Smeralda"  findet in den Monaten Juli, August die reine Urlaubervölkerwanderung statt, nun stinkt und drängelt sich der Autoverkehr aus ganz Europa. --- "Komm, gehen wir Prominente schauen"---, irgendwie hat man im Sommer hier das Gefühl, jemand hat etwas verloren und alle Welt sucht es! Kurz vor dem Verkehrsinfarkt wälzt sich als rollend internationale Automobilmesse auf regionalen Landstraßen eine Blechlawine entlang dieses nordöstlichen Inselstreifens. Seine islamische Hoheit, Imam der Muslime, Prinz Karim Aga Khan hatte schon frühzeitig die göttliche Eingebung und fand hier seinen "Sandkasten" als pompösen Spielplatz für Mächtige, Reiche und Schöne unserer irdischen Welt. Noch im Jahr 1960 zogen hier nur einsame Wanderhirten durch das dornige Macchiagestrüpp. costa smeraldaBis dahin waren in dieser Region nur Schaf und Ziegenherden die einzigen meckernden Gäste! Im März 1962 bei einem ausgedehnten Segeltörn auf seiner Luxusjacht, lernte Prinz Khan dann diesen damals unverbauten wilden Küstenstrich kennen und lieben. Für ein Butterbrot (-, 20 cent für 1 qm) erwarb das Konsortium damals den Landstrich von den regierenden Politikern, der Ausbau zum abgeschlossenen Erholungsghetto für die oberen zehntausend VIP ´s begann unaufhaltsam; Reißbrettstädte entstanden wie z.B. Porto Cervo, Porto Rotondo. Als mehrere neue ausufernde Bauvorhaben am Veto der Regionalregierung scheiterten, zog sich Aga Khan 1994 aus dem Gebietskonsortium zurück und trat seine Anteile ab. Nach mehrfachem Besitzerwechsel gehört die Costa, das heißt die vier Nobel-Hotels vor Ort, der Yachthafen, der Golfplatz Pevero, Läden und Passagen sowie fast 2.400 Hektar Land der US-Investment-Gesellschaft Colony Capital. Beziehen Sie hier Quartier, sollten Sie schon ein dickeres Portemonnaie besitzen, denn etwas hochpreisig sind hier die Waren und Dienstleistungen. nachNach oben oben
costa smeraldaWer in den Sommermonaten beispielsweise durch Porto Cervo fährt, wird nicht selten von den neuesten Nobelkarossen überholt und staunt über des Luxus der blendendweißen Yachten im Hafen von Porto Cervo. Doch die Superreichen gehen erst gar nicht an Land in die vier/fünf Sternehotels. Ein beliebtes Spielchen der Multimilliardäre ist: Wer hat die größte Megayacht in der Bucht vor Anker liegen. Nicht wenige dieser Hochseeklipper sind an die hundert Meter lang und mit Hubschrauberlandedeck, Wellneßbereich, Casino ausgestattet. Nach dem jüngsten Beschluss der Inselregierung müssen Besitzer von Privatyachten je nach Größe tief in die Tasche greifen. Schon für ein 14-Meter-Boot muss man 1000 Euro pro Jahr auf den Tisch blättern, selbst wenn man nur einmal ankern will. Ein 30-Meter-Schiff koste immerhin bereits 10.000 Euro, bis zu 15.000 Euro können fällig werden. Auch für Privatjets und Ferienhäuser sind ähnliche Abgaben zu berappen. Allerdings: Inselbewohner sind davon befreit. "Ich habe nichts gegen die Reichen, aber bis heute verdient Sardinien keinen Euro an den Häusern der Nicht-Einwohner", begründet der Inselgouverneur Renato Soru die umstrittene Abgabe. Anfang Mai 2007 hatte das Regionalparlament die Luxussteuer mit großer Mehrheit beschlossen. Soru verteidigte die Sondersteuer mit dem Argument, das Geld könne von den Gemeinden in den Tourismus investiert werden. Sardinien rechnet mit Mehreinnahmen zwischen 300 und 700 Millionen Euro pro Jahr. Windsurfing KünstlerJährlich im September findet hier die Segelregatta Rolex Swan Cup statt, die vom Yacht Club Costa Smeralda ausgerichtet wird. In den Wintermonaten ist der Hauptort der Costa Smeralda ausgestorben, gähnende Leere und vernagelte Einkaufspassagen.
Als persönlich subjektiven Eindruck empfinden wir Badestrände auf der ganzen Insel überall bezaubernd, es gibt also nicht nur die verbauten 55 km costa rubata (Spitzname >> Raubküste); Sardinien ist nicht nur das Reiseziel für Gutbetuchte, es bieten sich genügend Orte und Strände wo der Urlaub erschwinglich, angenehm, stimmungsvoll oder erholsam ist. Etwas abseits der mondänen, touristisch erschlossenen Küstengebiete erlebt der Besucher im Landesinneren eine völlig andere Welt und fühlt sich manchmal in archaische Zeiten zurückversetzt.
Surferstadt "Palau", vorgelagerte Kleinstinseln "la Maddalena"
Küstenlinie maddalenaKräftezehrender Wettkampf mit starkem Wind und das ausdauernde Abreiten der Wellen bedeutet hier die Herausforderung für bestens Geübte. Wer den Wasserstart nicht perfekt beherrscht, ist hoffnungslos verloren und braucht sich in dieses "Großkampfrevier" nicht zu wagen. Versammelt internationale Windsurfer - Elite begeistert mit ihrem sportlichem Treiben, vergleichbar mit bunten rasenden Schmetterlingen zischen und springen die Akrobaten auf ihren schwimmenden Bügelbrettern übers Wasser. Schäumende Wellenkämme werden zum Absprung wie ein Trampolin genutzt, es scheint als seien die Gesetze der Schwerkraft aufgehoben. Als Zuschauer am Ufer ist man versucht für manch´ artistische Vorführung spontan heftig Beifall zu klatschen; Angesagt ist auch hier ein Fun - Sport, der in den vergangenen 12 Jahren enorm an Aufmerksamkeit gewonnen hat. Sich von einem Gleitschirm im Wind ziehen zu lassen, steuernd auf einem kurzen Surfbrett ("Kitsurfen") und Wellenreiten auf der Strandwelle sind die neuesten Entdeckungen der Wasserartisten; Zuerst als Extremsport für ein paar Verrückte abgestempeltPalauheute kommen tausende Zuschauer zu den internationalen Wettkämpfen. Oberhalb der Stadt auf einer Anhöhe wacht majestätisch das natürliche Wahrzeichen von Palau und blickt auf den geschäftigen Fährhafen; Der steinerne Bär beschützt täglich verkehrende Fährschiffe und Fischer bei ihrer Überfahrt nach la Maddalena, Spargi, Caprera, Santa Maria; Diese vorgelagerten Kleinstinseln gehören zu einer längst versunkenen Landbrücke zwischen Sardinien und Korsika. Bei der Suche nach edlen Badestränden rund um den zerklüfteten gallurischen Archipel hält man sich am Besten auf der gut beschilderten 21 km langen Panoramastraße entlang der Küstenlinie gegen den Uhrzeigersinn. Rechter Hand erscheinen dann alle Kilometer am Saum des Meeres herrlich flache, feinsandige Badelandschaften; Die bewohnte Kleininsel la Maddalena, beheimatet neben Ferienwohnungen und Hotels auch 2 kleinere Campingplätze auf niedrigem Sterne-Niveau; Ausflugsempfehlungen: Garibaldi´s ehemaliges Wohnhaus als Museum auf "Caprera"; Tagestour mit Badepausen auf einem Zweimastsegler, zu den aufgesplitterten Kleinstinseln des geschützten Naturparks.      nachNach oben oben
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