Badeufer Ostküste (subjektive Auswahl)
  mariolu barisardo pinien Arbatax Telis costa rei
cala mariolu cala luna cala goritze barisardo peppinofelsen
Costa Rei (südöstlich der Insel)
costa reiDieser Küstenstrich nahe der Orangenstadt Muravera sollte für deutsche Pauschalreisende ein bekannter Begriff sein. Von der Bucht "cala Sinzias" über den "Peppinofelsen" bis "capo Ferrato" hängt, 8 Kilometer weit, ein langer Strand am Nächsten. Durch die natürlichen Abtennungen (ins Meer ragende schmale Felsenkaps) wirken die sichelförmigen Buchten wie einzelne private Separee`s. Unser sensibler Hinweis auf das Symbol für brennende Sonne: Die tropische Mittagshitze im kurzen Augustschatten erreicht auf dem Thermometer manchmal eine 40° C Marke und darüber. Zur Grundausrüstung des routiniert sardischen Badeurlaubers gehört deshalb seit jeher der leuchtend bunte Strandschirm; Unter diesen lebenswichtigen Schattenspender oder zur Abfrischung in die Wellen schleppt der Sonnenanbeter sich dann gerne; ArbataxZwischen 13 Uhr und 16 Uhr kehrt am Strand Ruhe ein, es wird der Badeplatz pünktlich zur ausgedehnten Mittagfiesta, von den Einheimischen selbst geräumt und an ausländisch, sittenfremde Gäste überlassen! Dieser automatisiert pünktliche Zeitrhythmus ist bei der regionalen Bevölkerung so eingeschliffen, das man seine Uhr danach stellen kann; Oftmals schon in den Osterferien werden sonnenhungrig landesfremde Touristen krebsrot aufgebrannt als "gamberoni rossi" belächelt; Immer wieder trifft man auf bedauernswerte Personen, welche die gesundheitlichen Gefahren von UV-Strahlung am Meer nicht ernst genommen haben, fleißig den Hautkrebs füttern und dann lange wie halb geschälte Kartoffeln herumlaufen! In unserer freizügigen "Oben ohne" Gesellschaft ist ausschließlich die beste Sonnencreme für Bleichgesichter zum Schutz vor zerstörendem UV-Licht empfehlenswert; Besonders für alle Kleinkinder ist hier gegen Sonnenbrand die leichte Kopfbedeckung und ein T - shirt zum Baden unverzichtbar.
Arbatax / Tortoli (zentraler Osten)
Arbatax rote FelsenLido di OrriAm äußeren rechten Rand des Hafenbeckens laden die berühmten roten Trachitfelsen zum erfrischenden Bade in kühlen Wellen; Wenn Sie aber lieber entspannt auf weichem Sand liegen und Sonne tanken wollen, findet man 5 Km südlich unterhalb Tortoli mit "lido di Orri" oder "torre di bari" genau das Richtige! Beide Strände sind auch in der Höchstsaison noch erträglich bevölkert, das Meer fällt allerdings ziemlich schnell ab und ist für Nichtschwimmer ungeeignet. Das weiträumige Gelände eines schattigen Campingplatzes grenzt direkt an den Strand.

golfo di Orosei (unser persönlicher Favorit)
cala goritze Naturbogencala lunaEs gibt Landstriche auf Sardinien, da kann man gar nicht anders als schwärmen. Hier in dieser Ecke der Insel darf höchstens Mutter Natur etwas Gestein aufeinander türmen, das Bauen von Bettenburgen ist total untersagt. Die rauhe Wildheit dieses östlichen Küstenabschnittes ist geschützt, unverbaut und unverfälscht. Der Meeresabschnitt zwischen Maria Navarese und Orosei wird von großen Kalksteinabbrüchen beherrscht. Bereits vom Flugzeug aus erkennt man im Landeanflug Olbia, die felsigen Einschnitte entlang der Küste. Kontrastreich treffen die Elemente Erde und Wasser bei einem imposanten Küstenrendezvous zusammen. Vertikal und horizontal begegnen sich und arbeiten beständig gegeneinander. Transparentes Meer unterspült blendend helle Kalkfelsen und wird von deren steilen Abbrüchen wieder zurückgedrängt. Donnernde Brandungswellen brechen sich an steil abfallenden Felsklippen oder bespülen nebenan in angrenzender Bucht einen fein weißen Kiesstrand. Alle Strände der Region Ogliastra sind nur für Ihr Badevergnügen zu empfehlen, wenn Sie weniger Wert auf Komfort legen, dafür als Priorität unberührte Natur suchen. Der "Golfo" ist nur vom Meer aus erreichbar; Von Maria Navarese bis Cala Gonone jungfräulich grellweiß leuchtende Strände, knapp 40 km geschützte Küste ohne Bebauung und unverseucht durch chemische Industrieabwässer. Einzigartig sind wechselnde Farbabstufungen des Meeres je nach Wassertiefe türkis bis schwarzblau; Beim Anblick der idyllischen Minibuchten im Golf hat man unweigerlich Bilder aus exotisch weit entfernten Paradiesen vor Augen, es fehlen eigentlich nur noch Palmen direkt am Ufer; Einen erlebt farbigen Eindruck von ursprünglicher Landschaft behalten Sie garantiert positiv für immer in Erinnerung; Die wilde Schönheit dieses Abschnitts muß man unbedingt bei einem Tagesausflug (9 Uhr bis 18,30 Uhr) auf dem Boot genießen; Vom Jachthafen Navarese oder Arbatax starten täglich früh morgens kleine Schiffe an den Strand von "Cala Goloritze, Cala Mariolu, Cala Sisine, Cala Luna oder zur Grotta del Bue Marino"; cala marioluDie Boote starten schon morgens ab 9 Uhr und sammeln Badegäste zur Rückfahrt ab 17 Uhr an den Stränden wieder auf. (Preis für Hin und Rückfahrt pro Erwachsener ca. 13,- €) Packen Sie unbedingt Taucherbrille, Flossen, Badeausrüstung, Sonnenschirm und Brotzeit ein! Es existiert Service mit Bar oder Restaurant nur am Strand cala Luna. In der Hochsaison (August) sind diese famosen Badeufer alle übervoll. In der wilden Berglandschaft lässt sich Ihr Badetag mit tollen Trekking-Touren kombinieren. Allerdings sollte sich niemand auf einen Alleingang einlassen, da die meisten Wanderwege nur schlecht oder gar nicht ausgeschildert sind. Abseits der Touristenpfade sollte man sich also nur mit einheimischen Bergführern auf die verlockenden Touren zu den einsamen Stellen dieser Landschaft aufmachen. nachNach oben oben
Olbia / san Teodoro (nordöstlich)

San teodoroSardinien war lange Zeit Verbannungsort italienischer Strafgefangener und als Urlaubsinsel nicht besonders gesucht. Heute hat sich das gewaltig verändert. Insbesondere während der italienischen Ferien im August herrscht Hochbetrieb. Die menschenleeren Strände sind nicht wiederzuerkennen. Sie sind jetzt mit fröhlich-lärmendem Leben erfüllt und durchaus vergleichbar mit Stränden an der italienischen Festlandsküste. Badefreuden der unterhaltsameren Art genießt man bei San Teodoro am la Cinta oder an der costa dorata im Nordwesten Sardiniens, vor der markanten Kleininsel Tavolara. Italiener lieben die großfamiliäre Geselligkeit und treten meist in Stärke einer Fußballmannschaft am Ufer auf. Im Nu erkennt der Ruhesuchende am Strand alle Handyklingeltöne Italiens. Stadtfamilien aus Olbias gesichtslosen Häuserwüsten entfliehen kurzfristig am Wochenende hierher an flache Ufer der "Goldküste". Olbia GoldküsteIn der Antike fielen hier die wilden Sarazenen ein, heute kommen sonnenhungrige Massentouristen. Der naheliegend internationale Flughafen und der Fährhafen(Olbia) sorgen in diesem bekanntem Naherholungsgebiet zur Hauptsaison(Juli/August)zusätzlich für ausreichend "Kontakte"; Für Badegäste, die Nestwärme suchen – ideale Voraussetzungen. Allerdings legen es viele Italiener sowieso nicht auf Entspannung und Privatsphäre an.„Ich will doch gesehen werden!“, Und im Grunde geht es beim Ausflug ans Meer tatsächlich nur um eins: Um´s Sehen und Gesehen werden und darum, «bella figura» zu machen.

Zweistöckige Ferienbungalows stehen 10 Monate im Jahr leer, vermehren sich aber trotzdem jedes Jahr wie Pilze auf gutem Boden; Strikte gesetzliche Bauvorschriften genehmigen in Ufernähe zwar höchstens die Konstruktion zweistöckiger Häuser, oft werden aber harmonisch grüne Hügellandschaften von unansehentlichen Bausünden gnadenlos zersiedelt. Für das schmerzende Betrachterauge krasse Gegensätze zur gewachsen natürlichen Schönheit der Küste, man fragt sich unweigerlich, was jene Architekten gegen die gewachsene Umgebung haben? Mutter Natur besitzt in dieser Region leider keinen Anwalt und ist deßhalb meist Verlierer.     nachNach oben oben
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